Weil die modifizierte CSQN-Formel für die
alternative Kausalität
gedacht ist, und er Gremienentscheid mit Extrastimmen ist der absolute Sonderfall unter den Sonderfällen.
Die
alternative Kausalität
ist
ja, wenn man mehrere voneinander unabhängige Bedingungen hat, die gleichzeitig einwirken und jede einzeln gereicht hätte.
Das ist aber beim Gremienentscheid nicht der Fall. Da braucht man
ja eine bestimmte Menge Stimmen.
Also wäre man prinzipiell bei einer kumulativen
Kausalität. Aber eine
kumulative Kausalität liegt nur vor, wenn jede der Stimmen nötig gewesen wäre.
Kumulative Kausalität kann man
ja mit der unmodifizierten Form lösen und das kannst du bei einem Gremienentscheid, der mit der Mindestzahl an Stimmen gemacht wurde, auch so lösen.
Wenn es aber Extra-Stimmen gab, über das Minimum hinaus, dann ist es plötzlich keine
kumulative Kausalität mehr, weil nicht jede von denen nötig war. Das heißt, du kannst es nicht mit der Unmodifizierten lösen, weil es nicht kumulativ ist, und du kannst es nicht so richtig mit der Modifizierten lösen, weil es nicht alternativ ist.
Deswegen wird hier ein Mittelweg gegangen und es wird gesagt: Okay, der Gremienentscheid ist ein Sonderfall. Der Entscheid ist eine Sache für sich und jeder, der dafür abgestimmt hat, hat diesen mitverursacht. Punkt.
Es wird von einer "funktionalen Einheit" des Beschlusses geredet.
Wenn du versuchst, einen Gremienentscheid mit Extrastimmen unter die normale und die modifizierte CSQN-Formel zu subsummieren, dann wirst du auch feststellen, dass das einfach so nicht geht. Keine von diesen
Definitionen kann eine
Kausalität feststellen in dem Sonderfall. Die würden sie beide verneinen.