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Definition: Gefälligkeitsvertrag (vor § 241 BGB)

7. Mai 2026
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Definition

Was versteht man unter einem „Gefälligkeitsvertrag“?

Ein Gefälligkeitsvertrag ist ein vertragliches Schuldverhältnis, bei dem eine Partei eine Leistungspflicht hat, ohne, dass die andere Partei hierfür eine Gegenleistungspflicht trifft (= unentgeltliches Schuldverhältnis).

Beispiele für Gefälligkeitsverträge sind z.B. der Auftrag (§ 661 BGB), die Leihe (§ 598 BGB) oder die Schenkung (§ 516 BGB). Gefälligkeitsverträge begründen Leistungs- und Schutzpflichten. Deshalb sind sie von reinen Gefälligkeiten abzugrenzen, bei denen es an einem entsprechenden Rechtsbindungswillen für die Übernahme von Leistungs- und Schutzpflichten fehlt. Für die Abgrenzung bedient sich die Rechtsprechung eines umfangreichen Kriterienkatalogs. Mehr dazu: hier!

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