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Entschuldigender Notstand bei Lebensgefahr? („Das Brett des Karneades“)

einfach
schwer82 % lösen richtig
9. Mai 2023

Sachverhalt

Reduziert auf das Wesentliche

Jurafuchs Illustration zum Brett des Karneades Fall: Damit sie nicht ertrinken, klettern zwei Schiffbrüchige auf eine Holzplanke. Diese kann aber nur eine Person tragen. Daher stößt eine Person die andere von der Planke, um sich zu retten.

T und O sind schiffbrüchig. Damit sie nicht ertrinken, klettern beide auf eine Holzplanke. Diese kann aber nur eine Person tragen. Daher stößt T den geschwächten O von der Planke, um sich zu retten. O ertrinkt, T überlebt.

Einordnung

Bei dem „Brett des Karneades“ handelt es sich um einen fiktiven „Fall“, der dem griechischen Philosophen Karneades zugeschrieben wird. Der Fall handelt von zwei Schiffbrüchigen und behandelt die (rechts-)philosophische Frage, inwieweit es zulässig ist, einen anderen Menschen zu töten, um selbst zu überleben. Nach deutschem Strafrecht ist in einer solchen Lage das Handeln des Täters zwar nicht gerechtfertigt. Allerdings handelt der Täter aufgrund des bestehenden entschuldigenden Notstandes zumindest entschuldigt (§ 35 StGB), sodass er im Ergebnis straffrei bleibt.

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